Wir kennen die Energiewirtschaft. Bis ins kleinste Detail.

Bis zum Ende des letzten Jahrzehnts wurde der Aufbau von Unternehmen der Energiewirtschaft nicht grundsätzlich diskutiert. Abläufe waren in allen Regionaleinheiten bzw. Wertschöpfungsstufen klar definiert, die Führung von Unternehmensteilen richtete sich nach der Logik des Marktes. Seit etwa 2008 nahm vor allem die Bedeutung des Stromhandels zu, die regionale Steuerungslogik wurde durch eine stärkere funktionale Steuerung aller Wertschöpfungsstufen abgelöst. Zunehmender Kostendruck veranlasste die großen Erzeuger zur übergreifenden Steuerung ihrer konventionellen Erzeugungsportfolios. Die Energiewende, die Regelungen des EEG sowie Tendenzen zur Rekommunalisierung haben die Position von Stadtwerken gestärkt. Insbesondere große Stadtwerke sowie Verbundunternehmen traten zunehmend in Konkurrenz zu den großen EVU.

Heute haben die großen EVU mit hohen Altlasten zu kämpfen. Jahrelange Stillhalteabkommen zwischen Tarifparteien sowie Eigentümervertretern sind heute nicht mehr haltbar. Die Energiewende hat eine erhebliche organisatorische Umwälzung zur Folge.